Es ist Halbzeit. Die ersten sechs der insgesamt zwölf Wochen sind rum und auch wenn mich mein Betreuer beruhigt, dass ich gut vorankomme, bin ich mit dem Fortschritt nicht wirklich zufrieden.
Mein Ziel war es bis Weihnachten mit der Implementierung fertig zu sein, so dass ich im neuen Jahr gemütlich mit Schreiben anfangen kann.
Daraus wird aber wahrscheinlich nichts.
Zeitlich reicht es mir noch bis Februar mit der Arbeit fertig zu werden, allerdings hätte ich gerne ein oder zwei Wochen früher abgegeben, um in aller Ruhe in meine erste (fast) eigene Wohnung ziehen zu können.
Seit heute habe ich auch (endlich) meine Master Bewerbung abgegeben. Irgendwie hatte ich immer Pech und die gute Dame, die dafür zuständig ist, war krank, auf Dienstreise oder in einer Besprechung.
Immerhin konnte noch eine Fehlinformation seitens des Prüfungsamtes behoben werden. Die Note der Bachelor Arbeit muss nicht bis zum 1. März feststehen. Am 1. März sollte man spätestens die Arbeit abgegeben haben, wenn man im Sommersemester mit dem Master beginnen will.
Glück gehabt.
Aber zurück zur Bachelor Arbeit und dem großartigen Mozilla Framework/Projekt.
Seit mittlerweile vier Wochen ist meine Bachelorarbeit unter dem Titel “Schutz vertraulicher Inhalte vor aktiven Web-Browser-Technologien” angemeldet. Der erste von drei Monaten ist also fast rum. Zeit für mich mein (eigentlich wöchentliches oder sogar tägliches) Resümee zu ziehen.
Kurz habe ich überlegt, ob ich ein “9/11″ vor den Titel dieses Posts hängen soll. Aber dieser ach so weltverändernde Tag tangiert mich nur peripher, deswegen verzichte ich mal auf diese Anspielung. Nichtsdestotrotz war für mich gestern ein aufreibender Tag in diesem schönen September 2009.
Als ich während der Mittagspause meine RSS-Feeds durchstöberte, fand ich einen Artikel über Alan Turing. In dieser kurzen Mittelung wurde über die Verfolgung des genialen Mathematikers und Kryptoanalytiker berichtet.
Turing ist einer der wenigen Wissenschaftler, die mir in meinem Studium begegnen und deren Werke und Erkenntnisse ich bewundere und wirklich wichtig halte. Über die Person Turing wusste ich bis gestern allerdings noch nicht viel.
Als Informatiker hat man es manchmal echt nicht leicht. Mal abgesehen von den ganzen Vorurteilen, welche die Welt gegen uns hegt, denken alle, dass man den total Durchblick in Sachen PC, Internet, Software,… hat. Leider ist ein Computer und alles was mit ihm zusammenhängt kein Toaster. Der Vergleich hinkt vielleicht ein Wenig, aber was ich damit sagen will ist, dass man Probleme mit dem PC nicht so einfach und unspezifisch umschreiben kann, wie die Probleme mit einem Toaster. Mit einem “Mein Toast ist viel zu dunkel!” kann man die Fehlerquelle schnell ausfindig machen. Mit einem “Mein Internet geht nicht!” hingegen kann man genauso viel anfangen wie mit einer Dose Tomaten ohne Dosenöffner. Irgendwie klappt es schon, aber es dauert ewig und die Gefahr, dass jemand verletzt wird, sind hoch.
Ich bin gerade auf ein (Fakten-)Video über Social Media gestoßen. Die Daten, welche in dem Video präsentiert werden, sprechen für sich. Man muss wohl ziemlich hinterm Mond leben, um den Trend von Blogs, Social Networks, etc nicht mitbekommen zu haben. Andererseits hält es sich hier in Deutschland noch in Grenzen. Vor allem wenn man den Umgang mit solchen Medien zwischen uns und den Amis vergleicht.
Ob das ganze Vernetzen von Applikationen und die tiefe Einsicht, welche man über die User erhält, gut oder schlecht ist, weiß ich nicht. Aufhalten kann man es sowieso nicht mehr.
So long,
Seb
PS: Ich hab einen alten Grundschulfreund am Wochenende getroffen und musste am Montag bestürzt feststellen, dass er nicht bei StudiVZ angemeldet ist. Skandal! …mal doch bei Facebook anmelden.