
In letzter Zeit bin ich sehr viel am Probieren und Testen um Photoshop und Illustrator zu lernen. Alle Tutorials, die im Internet umherirren und mir gefallen werden ausprobiert in der Hoffnung endlich ein neues Design für meinen Blog anfertigen zu können. Manchmal entsteht dabei etwas Brauchbares. Manchmal nicht. Sehr weit bin ich mit dem neuen Design leider immernoch nicht. Aber ich hab schon eine weitere Idee im Hinterkopf. Allerdings bin ich noch nicht dazu gekommen, diese Umzusetzen…
Die letzten Tage habe ich versucht ein Design für das Wartungsmodus-Plugin von Frank Bülgte zu entwerfen.
Da ich gerade alles Mögliche ausprobiere, möchte ich heute mal versuchen den Enstehungsprozess als kleines Tutorial vorzustellen. Here we go.
1) Die Idee

Meine erste (gute) Idee war ein Design mit einer kleinen Notiz, auf der vermerkt ist, dass sich die Seite im Wartungsmodus befindet.
Leider war ich mit dem Ergebnis keines Wegs zufrieden und nach stundenlangen Versuchen das Design aufzupeppen, verwarf ich die Idee. Zwar wollte ich eine schlichtes und einfaches Design entwerfen, die Idee mit Notiz war jedoch zu einfach.
Also alles wieder auf Anfang.
Um nach Ideen zu suchen, surfte ich durch das Internet und durch meine alten Entwürfe und Kreationen. Dabei stieß ich auf eine “Monster”-Skizze, die ich vor einer Weile gezeichnet hatte. Die Idee!
2) Der Entwurf
Für mich ist der Schritt von der Idee zum Entwurf immer der schwerste Teil. Ich kann zwar ein Wenig zeichnen, aber meine Fähigkeiten sind trotzdem beschränkt (ein Zeichentablett wäre toll
) und so bin ich selten mit dem Resultat zufrieden.
Glücklicherweise hatte ich das Monster schon fertig gezeichnet. Nur ein paar Kleinigkeiten musste noch geändert werden.

Ein Fehler, den ich zu Begin meiner “Karriere” immer gemacht habe, ist, dass ich beim skizzieren nie an die Schatten gedacht habe. Meistens habe ich einfach die Umrisse gezeichnet. Beim anschließenden Kollorieren rächt sich das aber. Man sollte die Teile der Figur einfach separieren. Wenn man später die Schatten und Konturen malt erleichtert einem dies die Arbeit gewaltig. Geschlossene Pfade lassen sich zudem leichter mit Farbe füllen.
3) In bunt!!!

Ehm…ja. Pfade anklicken. Kontur weg und mit Farbe füllen.
4) Schatten und Tiefe
Ohne ein bisschen 3-Dimensionalität sieht das Monster recht langweilig aus. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten. Ich habe diesmal einen recht einfachen und schnellen Weg benutzt.

Ich habe mich dazu entschieden von links das Licht kommen zu lassen. Dementsprechend werden die Schatten links heller als die Grundfarbe des Monsters und rechts dunkler.
Zuerst erstelle ich zwei Kopien des Pfades. Der unterste Pfad bleibt dabei erhalten. Der mittlere Pfad stellt den Schatten da und wird dunkler bzw. heller gefärbt. Der oberste der drei Pfade wird später dazu benutzt, um den mittleren Schattenpfad zuzuschneiden.
Man selektiert den obersten Pfad und schiebt ihn in die gewünschte Richtung. So erhält man direkt eine Vorschau, wie der Schatten später aussehen wird.

Meistens muss man den obersten Pfad noch etwas anpassen damit alle ungewünschten Ecken des Schattens, welche beim Verschieben sichtbar wurden, wieder verschwinden.

Danach benutzt man das Pathfinder-Tool (Umschalt+Strg+F9 oder Fenster > Pathfinder), um die oberste Ebene zu Entfernen und die Schattenebene zuzuschneiden. Dies geschiet mit “Vom Formbereich subtrahieren Vorderes Objekt abziehen” (zweites Symbol von Links, oberste Ebene).
Und schon hat man den ersten Schatten

5) Eye for an eye

Als ich mit fast allen Schatten fertig war und den Hintergrund hinzugefügt hatte, musste ich feststellen, dass das Auge sehr sehr verrückt aussah. Ein bisschen zu verrückt. Fast schon hypnotisierend. Deswegen wurde aus dem Auge ein schwarzen Punkt. Besser

Noch einen Schatten drunter und schon ist das Monster fertig.
6) Sprechblase
Da das Monsterlein dem Besucher mitteilen sollte, dass sich die Seite momentan im Wartungsmodus befindet, musste noch eine Sprechblase her. Wiedermal eine recht simple Aufgabe. Rechteck + Spitze = Sprechblase. Damit diese nicht so langweilig ist noch deformieren und farbig machen. Fertig.




Zwischendurch merken, dass die Blase zu klein ist und eine dunklere, verschobene Version als “Effekt” hinzufügen. Wirklich fertig!

7) Ergebnis
Da der Quellcode schon vorgegeben war noch schnell die CSS-File geschrieben und fertig ist der Monster-Wartungsmodus
Nun hoffen ich, dass das Design dem Plugin-Autor genauso gefällt wie mir und er es in die Design-Sammlung aufnimmt
So long,
Seb









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Cool, gefällt mir
Dem Plugin-Autor bestimmt auch. Ich bastel das mal nach bei Gelegenheit. Oder mein eigenes Monster ^^ Ich meld mich, wenn ich fertig bin *hihi.
Sehr interessanter Post! Mir macht solches Grafik Zeug auch unglaublichen Spass. Leider fehlte mir bis jetzt die Muße mir mal ein anständiges Tutorial bzw. Guide durchzulesen.
Außerdem fehlt mir glaube ich auch das gestalterische Talent – etwas was ich bei dir aber häufig feststelle – ein wenig.
@Jojo: Nichts, was man nicht lernen könnte
Try and Error, ftw!
Ich glaub, dass größte Hindernis is sich davon zu überzeugen Geld in PS zu investieren.
Inkscape und Paint.net/Gimp sind zwar recht gut, aber wenn man erst einmal PS/AI hat…
schöner Wartungsmodus. Das Monster is cool
Ich hab auch gerade mitgemacht. Bin glaube ich auch schon unter den Screenhots. Gruß, Marvin.
[...] spielt gern, in diesem Fall spielte er Illustrator. Daher kam eine schöne Idee raus und wurde ebenso schnell in mein Plugin aufgenommen. Seitdem ich [...]