Bok (kroatisch für Hallo),

ich bin heil und erholt aus dem Urlaub zurück. Da ich aber noch nicht wirklich angekommen bin und mein Blog aber zwei Wochen brach lag, gibt es erstmal alte Hausmanskost. Auf der Speisekarte steht diesmal wieder ein altes Posting. Viel Spaß.

Ich hab schon sehr oft versucht einen neuen Beitrag zu verfassen. Manchmal hab ich ihn zu Ende geschrieben, dachte mir aber dann: “Ne, das soll keiner lesen.” Aber meistens passiert genau das, was immer passiert wenn ich mir selbst oder jemandem anderen etwas erklären will. Ich rede und rede und rede und rede… aber komme nie zum Schluss. Komme nicht zum eigentlich Punkt.

Wahrscheinlich liegt es aber auch daran, dass ich mir meine Gedanken nicht merken kann. Ich hatte eben wieder eine halbe Stunde Zeit darüber nachzudenken, was sich gerade vor meinen Augen abspielt. Leider viel zu kurz.
Aber schreiben und denken kann ich auch nicht. Meine Gedanken sind zu schnell für meine Finger. Der Zeiger blinkt im Fenster, aber im Kopf geht der Monolog weiter. Nicht auf dem Papier …oder wie man auch immer das hier bezeichnen will.
Die Wechsel sind abrupt…

Mir ist aufgefallen, wie nahe die Informatik doch manchmal am Leben ist. Irgendwie leben wir alle den Berechnungspfad einer NTM.
Die Meisten (die wissen was eine NTM ist…) werden wahrscheinlich darüber lachen. Manche werden es auch nicht verstehen, aber das ist mir ehrlich gesagt egal. Ich für meinen Teil halte dieses Beispiel irgendwie für passend und man könnte wahrscheinlich stundenlang darüber philosophieren ohne das man ans Ende der Parallen kommt.

Wenn ich mein Leben bis vor einem Monat betrachte, hätte ich gesagt, dass mein Leben sich auf einem akzeptierenden Pfad befindet. Doch mittlerweile kommt es mir so vor als ob ich immer wieder und wieder die falschen Entscheidungen treffe. Die Pfade gehen mir langsam aus und bald führt kein Weg mehr aus dem verwerfenden Zustand raus.

Soweit ich mich erinnern kann, hab ich immer nen scheiß darauf gegeben, was die Leute von mir halten. Dummerweise bin ich damit auch recht gut gefahren. Irgendwie konnte ich machen was ich wollte, die Leute mochten mich…
Doch nun habe ich jemanden gefunden bei dem es mir nicht egal ist was er, oder besser, sie von mir hält.

Wenn ich jemandem mal meine Gefühle anvertraue, ist ein “Ich weiß nicht was ich sagen soll.” und ein “Ich brauche Zeit.” nicht gerade das, was man hören will. Ziemlich egozentrisch was,…
Selbst wenn man genau diese Antworten erwartet hatte, treffen sie einen komischerweise doch an schon lange vergessenen Stellen. Es ist wie ein Gift, das sich ganz langsam im Körper ausbreitet. Man ist zwar endlich den alten Ballast los, aber man hat sich einen Neuen aufgeladen. Einen, der viel schwerer ist.

Aber nun sitzt man da und denkt darüber nach, ob man doch nicht lieber den schon so lange befolgten Berechnungspfad hätte folgen sollen, anstatt abzubiegen. Ich sehne mich ein bisschen zurück in meine Blase, von der immer nur die Oberfläche von anderen berührt wurde und ich den Rest für mich behalten habe. Andererseits ist es wahrscheinlich auch ein Schritt in die richtige Richtung.
Ich weiß nur: Ich hasse mich von Tag zu Tag mehr. Vielleicht bin ich auch schon ein bisschen depressiv? Vielleicht gefällt mir der Weg nicht, den ich eingeschlagen habe, doch leider gibt es keinen Pfad, der zurückführt. Eigentlich war es noch nie ein Problem, wenn ich den falschen Pfad gegangen bin. Mein Lächeln konnte mir noch nichts nehmen, doch diesmal scheint es nicht zu funktionieren … wahrscheinlich, weil ich merke, dass ich doch nur ein Mensch bin. Schwach, verwirrt und hilflos.

Can somebody please just explain to me
What happened to the way that we always said we’d be
Right now I dunno why I push through the pain that I got through
And I’m losin’ hope, give me one reason not to

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