Leider komme ich momentan nicht viel dazu an dem Plugin weiterzuarbeiten. Dabei arbeitet man doch gerade in der Klausurzeit gerne an allem anderen als für die Klausur selbst ![]()
So kam es heute auch dazu, dass (wohlgemerkt nachdem ich den Mittag über gelernt hab!!!) Ablenkung gesucht habe. Zum Programmieren war ich aber viel zu kaputt und zerstreut. Ich wollte gerne in Ruhe einfach mal wieder zocken. Aber seit Anfang August is mein WoW Account ausgelaufen und das war das einzige Spiel was ich die letzten 3 Jahre gespielt habe – zugegeben hab ich im Frühjahr auch mal Assassin’s Creed angespielt.
Heute war auch das erste Mal, dass ich WoW wirklich “vermisst” habe. Einfach einloggen und ein bisschen loszocken. Das wäre super gewesen. Aber mit WoW habe ich abgeschlossen. Es ist ein tolles Spiel keine Frage, aber ich verwende auf solche Dinge zuviel Zeit und langsam aber sicher sollte ich doch mal mit meinem Studium fertig werden. Und meine Freundin will wohl auch (zumindest ein bisschen) Aufmerksamkeit.
Folgendes habe ich im März diesen Jahres geschrieben. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon eine längere WoW-Pause gemacht (1 Monat – immerhin) und dies geschrieben:
Es ist komisch. Da entzieht man sich absichtlich einen Monat einer Sache, um andere – wichtigere – Dinge zu erledigen. Dinge von denen man weiß, dass wenn man sich nicht absichtlich auf Entzug setzt, sie nicht erledigt werden.
In meinem Fall habe ich mich von WoW entfernt. Die Uni war sehr stressig und ich war ziemlich am rudern um alles hinzubekommen.
Nach 4-6 Wochen war das Meiste erledigt. Die Wochen kamen mir unendlich lang vor. Es ist soviel Gutes, soviel Schlechtes, soviele Veränderungen passiert. Ich war teilweise soweit unten mit meinen Nerven und mit mir wie schon lange nicht mehr. Ich habe soviel Kraft für die Zeit gebraucht, dass selbst wenn ich wollte, ich nicht WoW hätte spielen können. Zumindest nicht so wie es für mich “richtig” ist WoW zu spielen.Versteht mich nicht falsch. Ich bereue keine Minute dieser Zeit. Mir sind die Augen aufgegangen und auch mein Herz. Es hat schon lange nicht mehr so laut für jemanden geschlagen. Absichtlich nicht. Hat mein Herz WoW gehört?
Ich weiß es nicht. Aber es bedrückt mich.
WoW hat mir, vorallem wegen den Leuten, die ich in meiner 3jährigen WoW-Laufbahn kennen gelernt habe, soviel Freude bereitet. Ich habe durch das Spiel – man glaubt es kaum – soviel gelernt. Nicht im spielerischen Sinne. Sondern “Softskills”, wie mein IT-Lehrer in der Oberstufe sagen würde.
Im Internet und WoW gibt es einfach kein arm, kein reich, kein Streber, kein Gangster, kein Student, kein Familienvater. Es sind einfach alles Zocker. Menschen, die eine Sache verbindet. Ein Ort an dem sie das finden, was sie gesucht haben. Für mich war es Ruhe. Abschalten von der ach so grausamen Welt. Freunde treffen. Kontakte knüpfen. Spaß haben.
…man klingt das schleimig.Aber dennoch genau das war es.
Doch jetzt, wo ich wieder Zeit hätte mich meiner alten Leidenschaft zu widmen, fällt es mir schwer.
Es scheint so als hätte mir der Abstand zu WoW und den ganzen Leute nicht “gut getan”. Die Leute vermisse ich. Ich will den Kontakt zu ihnen auch nicht verlieren. Aber genau das ist wahrscheinlich der letzte Faden, der mich noch an WoW bindet und mich dazu bewegt wiedermal einuzloggen.
Der Faden ist dünn und wird eventuell reißen. Ich weiß es nicht genau.
Zocken scheint nicht mehr das zu sein was es früher mal war. Wahrscheinlich auch weil man den Faden zu den Leuten, die man normalerweise jeden Tag gesehen hat, verloren hat.
Man selbst fühlt sich fremd und wie ein Neuer in der Gruppe. Es ist als ob man auf einer Insel zurückgelassen wurde und nach ein paar Wochen Meuterei und Abenteuer wieder abgeholt wurde. Man selbst hat nichts zu erzählen. Die Insel war leer und verlassen. Die Details interessieren niemanden. Es ist viel interessanter den Geschichten der Abenteurer zu lauschen. Selbst wenn man sie zig mal gehört hat, sind sie noch interessant.
Denn die Abenteurer feuern sich gegenseitig an, bringen pikante Details in die Geschichten ein und verleihen ihnen würze. Man selbst kann nur dastehen und traurig auf den Boden starren. Man ist kein guter Erzähler. Niemand außer dir kennt deine Geschichte. Vielleicht wollen sie die Geschichte hören. Aber nur, um sie gegen dich zuverwenden…Einer Sache bin ich mir jedoch sicher.
Ich bin den Leuten, die früher mal auf mich zählen konnten, Klarheit schuldig. Sie wissen bestimmt, dass ich keine richtige Lust mehr habe. Auch wenn meine Ausreden nicht mitzuraiden meistens keine Ausreden sondern Fakten waren. Ist es keine gute Art das weiter so laufen zu lassen.
Das Problem bei der Sache is nur, dass ich selbst nicht einmal Klarheit darüber habe.
Ich verbringe jede freie Minute mit einer Frau anstatt zu raiden. Früher vielleicht ein anstößiger Gedanke für mich, den ich niemals in erwägung gezogen hätte. Heute Tatsache. Anstatt zu raiden, fahre ich zu ihr.Doch in meinem Hintertürchig klopft ein großer, schwarzhaariger Tauren-Krieger. Ich kann nicht genau sagen wieso oder wie es sich anfühlt. Das Einzige was ich damit verbinden kann ist schlecht, unehrlich und falsch.
Nicht in Bezug auf das Mädchen. Keinesfalls. Ganz im Gegenteil. So wie ich früher die Zeit mit WoW genossen habe, genieße ich die Zeit mit mir.Vielleicht noch viel mehr.
Vielleicht hat sich auch nur die Leidenschaft verschoben.
Der Kurs wurde neu gesetzt. Anstatt auf die Mannschaft zu warten, habe ich mir mein eigenes Boot gebaut und bin gen Horizont gefahren. Die berichtetenden Geschichten der Crew sind noch interessant für mich. Aber mein Blick auf selbige ist nüchtern und kaum mit Emotionen gefüllt.And I wonder
When I sing along with you
If everything could ever feel this real forever
If anything could ever be this good again
The only thing I’ll ever ask of you
You’ve got to promise not to stop when I say when…she sang









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