Black Clouds

Die Wenigsten wissen wahrscheinlich von meinem ersten Blog. Den Blog habe ich angelegt als in meinem Kopf ein ziemlich goßes Durcheinander herrschte.
Während den Wochen, in denen ich in den Blog schrieb, war ich oft voller Trauer und Wut. Vielleicht lag es auch an der Jahreszeit und ich hatte da gerade meine späten Winterdepressionen. Aber es waren für mich doch irgendwie wichtige Wochen, die ich sehr intensiv gelebt habe.

Deswegen möchte ich auch nicht, dass meine “Lyric” in Vergessenheit gerät. Nach und nach werde ich hier die paar Einträge rüberkopieren.
Ein bisschen Abwechslung zwischen der ganzen Programmiererei ;)

Nun folgende Zeilen habe ich über einen sehr guten Freund von mir geschrieben. Er hatte zu dieser Zeit ein paar Frauen-Probleme.

Sonntag Nachmittag. Die Sonne weiß nicht so recht ob es schon Zeit ist uns mit ihrer Anwesenheit zu beglücken oder ob sie sich weiter hinter dem undurchlässigen Grau aus Wolken verstecken soll. Doch irgendwann wird es Sommer. Die Wolken werden sich auflösen. Die Verstecke werden rar. Die Sonne wird sich zeigen müsse, oder?

Versprechen werden nicht gehalten. Die Furcht hinter dem Vorhang etwas zu entdecken, was einem nicht gefällt ist größer als der Hass der Anderen. Hass weil man das warten auf eine Antwort satt ist. Hass weil man sich allein gelassen fühlt. Hass weil man nicht mehr weiter weiß.

Alles drücken und schieben hat nicht geholfen. Die Kräfte schwinden. Die Muskeln schreien nach einer Pause. Die Motivation ist schon lange verloren. Die Wolken bewegen sich kein Stück. Sie verharren immernoch an der gleichen Stelle wie zu Beginn. Selbst der Trick mit dem “Und hier ist ihr Herzblatt!” hat nicht geholfen.

Man schaut aus dem Fenster und beobachtet den Himmel. Die Wolkenwand bewegt Sicht. Aber sie ist undurchlässig. Ein fein durchdachtes Gebilde aus Wolenschichten. Solange man auch auf einen Fehler in der Struktur wartet. Vergeblich.
Müde wendet man sich ab und sinkt schlapp in den Sessel.

Nach einer kurzen Pause fasst man neuen Mut. Man rappelt sich auf. Guter Dinge starrt man wieder auf die Wolkenwand.
Doch der Gegner ist nicht dumm. Ganz im Gegenteil. Er schenkt uns einen Sonnenstrahl. Die Augen folgen der neuen Hoffnung. Nur nicht blinzeln, sonst verpasst man den Augenblick. Abgelenkt von dem eigentlich Thema begutachtet man den Strahl. Vielleicht hat man Glück und die Sonne stellt sich endlich ihrer Aufgabe und versorgt die Menschen mit ihren wärmenden Blicken.

Die Augen werden müde und trocken. Der Zwang wird immer größer.
…blinzeln.

Verdammt.

Resignation. Der Körper sackt zusammen.
Mit einem Seufzer lehnt man sich wieder in den Sessel. Die Sonne vertröstet einen auf Morgen. Denn Morgen wird alles besser. Morgen, jahaaa! Da wird sie sich endlich zeigen! Da wird alles anders. Genau, morgen!
Morgen! Morgen,… morgen.

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only 1 comment untill now

  1. wer isn da genau gemeint ^^ ? schön geschrieben :)